Individuelle Förderung am OHG
Auf den ersten Blick sieht die Stundentafel für einen Gymnasiasten, der in 8 Schuljahren zum Abitur geführt wird, erstens sehr voll und oft auch wenig flexibel aus. Viele Unterrichtsfächer sind mit einer Mindest- und Höchstzahl dort vertreten und müssen von jedem Schüler erfolgreich absolviert werden.
Schaut man genauer hin, erkennt man aber auch eine Reihe von Freiräumen, die individuell gestaltet werden können, in denen man als Schüler eigenen Interessen nachgehen kann. Schon in der Erprobungsstufe sind zwei Ergänzungsstunden für individuelles Arbeiten in kleinen Gruppen vorgesehen. Dieses Angebot weitet sich in der Mittelstufe in Form zahlreicher Differenzierungskurse und Arbeitsgemeinschaften bis hin zu Praktika in kooperierenden Firmen.
Als MINT-Schule haben wir darüber hinaus besonders für naturwissenschaftlich interessierte Schüler ein umfangreiches Angebot an Vorträgen, Praktika an Hochschulen und Betreuung bei der Teilnahme an Wettbewerben.
Für musikalisch Begabte eröffnet sich in Form der Chöre, des Orchesters und kleinerer Bands ein breites Betätigungsfeld.
Einen Überblick über alle Angebote zur individuellen Förderung finden Sie hier.

Unterstützende Förderung
Hier lautet unser Motto: Nur wer gefördert werden möchte, kann auch gefördert werden!
Intensive Lernförderung (ILF)
Für Schüler der Stufen 7 (ab dem 2. Halbjahr) – 9 bieten wir in den schriftlichen Hauptfächern durch Fachlehrer angeleitete sogenannte Intensiv-Förderkurse an. Wenn die Zeugniskonferenz bei einem Schüler einen dringenden Förderbedarf feststellt, erhält dieser ein Angebot für die Teilnahme an einem Förderkurs. Er entscheidet zusammen mit seinen Eltern über seine Teilnahme und meldet sich nach einem Beratungsgespräch mit dem Förderlehrer an. In einem 8-wöchigen zweistündigen Kurs mit maximal 10 Teilnehmern kann er unter intensiver Betreuung durch den Förderlehrer und in enger Absprache mit seinem Fachlehrer seine Defizite aufarbeiten.
Im Falle der schriftlichen Ablehnung des Förderangebotes muss der Schüler die bestehenden Defizite anderweitig aufarbeiten.
Offene Lernförderung (OLF)
für alle Schüler und Schülerinnen der Stufen 7 bis 9
Mit dem Schuljahr 2011/12 ist die individuelle Förderung am OHG um einen weiteren Baustein ergänzt worden: die Offene Lernförderung OLF.
Der Name ist Programm: Jeder, der seine Leistungen in einem Hauptfach verbessern möchte, egal ob von 4 auf 3 oder von 2 auf 1, findet hier Material zu bestimmten grundlegenden Themen, das er in 6 – 8 Stunden mit Beratung durch einen Förderlehrer selbstständig bearbeiten kann. In der Regel zeigt ein Selbsttest am Schluss, ob man den Stoff nun sicher beherrscht. Das heißt: Diese Förderung ist im Gegensatz zur Intensiven Lernförderung ILF für alle Schüler der Stufen 7 bis 9 offen.
Anmeldung zur Offenen Lern-Förderung
Jeder, der im Laufe des Schuljahres feststellt, dass seine Leistungen in einem Hauptfach immer schlechter als erwartet sind, weil er vielleicht in einem zurückliegenden Schuljahr ein bestimmtes Thema nicht richtig verstanden hat, oder der von seinem Fachlehrer den Rat bekommt: „Bearbeite doch noch einmal ein ganz bestimmtes Thema, dann werden deine Leistungen insgesamt besser.“, kann sich jederzeit bei Frau Fangmeyer im Sekretariat ein Anmeldeformular holen, ausfüllen, von seinen Eltern unterschreiben lassen und sich bei den Förderlehrern, die in den beiden Förderstunden in der Mediothek anzutreffen sind, anmelden. Link zum Anmeldeformular.
Ablauf der Offenen Lern-Förderung
Nach der Anmeldung kann man sich noch einmal intensiv von dem zuständigen Förderlehrer beraten lassen, mit welchem Material man am besten seine Lücken schließen kann. Man erhält dann eine Fördermappe, die man im Laufe von 6 – 8 Stunden bearbeiten kann. Man kommt regelmäßig in den beiden Förderstunden in die Mediothek und bearbeitet die Mappe. Wenn man etwas gar nicht versteht oder in der Mappe Arbeitsblätter fehlen, kann man sich an den Förderlehrer wenden. Wohlgemerkt: es handelt sich hier nicht um Nachhilfeunterricht, der Förderlehrer leistet nur „Hilfe zur Selbsthilfe“. Wenn man sich einmal angemeldet hat, sollte man die Mappe auch regelmäßig bis zum Ende bearbeiten. Der Förderlehrer führt eine Anwesenheitsliste, im Falle der Krankheit bringt man, wenn man wieder gesund ist, eine schriftliche Entschuldigung der Eltern mit.
Empfehlungen eines Fachlehrers zur Offenen Lern-Förderung
Die Hauptfachlehrer kennen das vorhandene Fördermaterial und werden im Fall drohender Defizite Schülern im Laufe des Halbjahres eine Anmeldung zur Bearbeitung einer OLF-Mappe empfehlen. Sie füllen dann für den Schüler ein Anmeldeformular mit dem Hinweis auf das zu bearbeitende Material aus und geben es ihm mit, damit er sich mit seinen Eltern beraten kann und ggf. diesem Rat folgt. Sollte er sich letztlich gegen dieses Förderangebot entscheiden, sollten die Eltern diesen Entschluss schriftlich bestätigen und der Schule vorlegen. Sie verpflichten sich damit, selbst für eine andere Möglichkeit der Aufarbeitung der bestehenden Defizite zu sorgen.
Zu diesen Themen gibt es bereits Fördermaterial.
